Gesundheitsdaten sind da.
Aber wie werden sie wirklich nutzbar?
Das finden wir in Fachvorträgen und über die Datenbörse gemeinsam raus!
Überall entstehen Daten: In Registern, in der Versorgung, in Forschungsvorhaben und Infrastrukturen. Doch zwischen Datenverfügbarkeit und tatsächlicher Nutzung liegt ein weiter Weg, der geprägt ist von Fragen zu Zugang, Qualität, Datenschutz, Ethik und praktischer Umsetzbarkeit.
Das DataForum bringt Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Versorgung, Governance und Dateninfrastruktur zusammen, um gemeinsam zu diskutieren, wie Gesundheitsdaten verantwortungsvoll, rechtskonform und praxisnah genutzt werden können. Entlang des gesamten Projektzyklus – von der Fragestellung über Zugangswege und Rahmenbedingungen bis zur Umsetzung – geben Fachvorträge und gemeinsamer Austausch Orientierung, teilen Erfahrungen und zeigen konkrete Lösungsansätze auf.
Ein zentrales Element des DataForums ist ergänzend zu den Fachvorträgen die Datenbörse. Sie ist das Kernelement für Austausch und Diskussion mit jenen, die Gesundheitsdaten für Forschung bereitstellen oder bei der Umsetzung unterstützen – etwa in den Bereichen Dateninfrastrukturen, Forschungsdatenzentren, Datenschutz, Governance und Interoperabilität. So entsteht Raum für Fragen, Klärung und gemeinsame Weiterentwicklung - auf Augenhöhe und mit hands-on-Mentalität für den nächsten Schritt in deinem Gesundheitsdatenprojekt.
Statt abstrakter Konzepte, gibt es konkrete Wege. Dafür steht das DataForum. Damit Gesundheitsdaten Versorgung verändern können.
Wir freuen uns dich bald zu sehen!
Hier geht es zur
Meet and Greet - bei der Datenbörse triffst Du auf:
- Register, Forschungsdatenzentren und weitere Akteure mit ihren konkreten Gesundheitsdatenbeständen sowie deren Nutzungs- und Zugangsmöglichkeiten für die Forschung
- Unterstützungsangebote zur Umsetzung von deinem individuellen Gesundheitsdatenprojekt: von der Projektidee und Entwicklung eines Datenökosystems bis hin zu einer systematischen Datenerfassung, Datenschutz und Auswertung
Alle präsentieren ihre Daten- und Beratungsangebote in einem verständlichen Format - auf Augenhöhe & mit hands-on-Mentalität.
Keine Messestände, kein Hochglanzmarketing, sondern klare Antworten auf Fragen wie:
- Welche Daten gibt es konkret & wie läuft der Zugang ab?
- Für welche Fragestellungen eignen sie sich?
- Wo liegen typische Hürden?
- Wo finde ich prozessbezogene Unterstützung für mein Gesundheitsdatenprojekt?
Die Datenbörse lädt ein zum Nachfragen, Diskutieren und Weiterdenken. Ziel ist es, Datenressourcen transparent darzustellen, Kontakte zu knüpfen und den nächsten Schritt in deinem Projekt gemeinsam mit Expertinnen und Experten zu konkretisieren.
Moderation: Dr. Tobias Krick
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13 Uhr
Einlass und Anmeldung
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13.30 Uhr
Beginn und Begrüßung
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13.40 Uhr
POI-Register - von der Idee zur Umsetzung
Einblick in die Entwicklung eines Registers aus einer konkreten Forschungsfrage heraus: Wie lässt sich das Auftreten und die Versorgung von POI systematisch erfassen? POI (Prämature Ovarialinsuffizienz) ist eine Erkrankung mit bislang begrenzter Datenlage, entsprechend groß ist der Bedarf an strukturierten Versorgungsdaten.
Der Vortrag zeigt die zentralen Schritte von Idee hin zu Konzeption und bis zur Umsetzung – inklusive methodischer, organisatorischer und regulatorischer Herausforderungen – und macht deutlich, welche Voraussetzungen notwendig sind, um Gesundheitsdatenprojekte in die Anwendung zu bringen.
Dr. Susanne Theis
Universitätsmedizin Mainz
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14 Uhr
Sekundäre Datennutzung im Gesundheitsmarkt – Chancen nutzen und Herausforderungen meistern
Blick auf aktuelle, teils sehr dynamische Entwicklungen zur sekundären Datennutzung – vom Gesundheitsdatennutzungsgesetz über den EU Biotech Act und das EuGH-Urteil bis hin zum Europäischen Gesundheitsdatenraum und dem Forschungsdatenzentrum Gesundheit. Dabei geht es um die Chancen für alle Player im Gesundheitsmarkt, insbesondere für forschende Kliniken, Medizintechnik und Pharma. Ein Schwerpunkt liegt auf dem neuen Verständnis personenbezogener Daten: Stichwort „wer hat den Schlüssel“ – mit neuen Möglichkeiten für die Nutzung anonymisierter Daten. Gleichzeitig heißt es: Getting Ready für den Europäischen Gesundheitsdatenraum als Dateninhaber und -nutzer zugleich.
Dr. Lea Hachmeister
Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Frankfurt a.M.
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14.20 Uhr
Längsschnittdaten und Bioproben als Grundlage für Präventions- und Gesundheitsforschung
Dr. Stephanie Preuß
NAKO e.V., Heidelberg
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14.40 Uhr
Datenbörse | Netzwerken | Snacks
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15.45 Uhr
Health Data Hub - Unser Weg zur datenbasierten Gesundheitsversorgung
Asklepios hat im letzten Jahr begonnen den sog. Health Data Hub aufzubauen, mit dem Ziel den Umbau zum datengetriebenen Unternehmen zu unterstützen. Wir berichten von dem Zielbild, der Lösung der Strategie und zeigen den aktuellen Stand der Dinge.
Dr. med. Nele Geßler & Thomas Koschmieder
Asklepios, Hamburg
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16.10 Uhr
Gesundheitsdaten sicher nutzen – und Versorgung besser verstehen
Von der Idee zur Analyse: Sichere Datennutzung im FDZ Gesundheit
Der Vortrag gibt einen praxisnahen Überblick über das Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ Gesundheit) und zeigt, wie Gesundheitsdaten sicher für Forschung und Versorgung genutzt werden können. Im Fokus stehen verfügbare Datenbestände, deren Herkunft und Inhalte sowie konkrete Zugangswege.
Darüber hinaus wird der Prozess der Antragstellung Schritt für Schritt erläutert und durch häufige Fragen sowie Best Practices ergänzt. Der Beitrag macht deutlich, wie aus einer Forschungsfrage eine fundierte Datennutzung wird – unter klaren datenschutzrechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen.
Alisa Hauser
Forschungsdatenzentrum Gesundheit, Bonn
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16.35 Uhr
Paneldiskussion “Gesundheitsdaten in die Anwendung bringen - wie geht´s wirklich?”
Moderation: Dr. Tobias Krick
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17.20 Uhr
Wrap-up
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17.30 Uhr
Get-together und Netzwerken
Datenbörse | Diese Organisationen sind bereits dabei
honic (Health Data Technologies GmbH)
honic hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Potenzial von Real-World-Versorgungsdaten durch innovative Ansätze für Forschung und Versorgung zu erschließen. In einem sicheren, DSGVO-konformen Datenraum werden Daten aus verschiedenen Quellen – etwa aus elektronischen Patientenakten, Laboren oder Mortalitätsdaten – zusammengeführt und für Forschungszwecke verknüpfbar gemacht. Grundlage ist eine speziell entwickelte Compliance-Architektur, die in enger Abstimmung mit Datenschutzaufsicht und interdisziplinären Akteurinnen und Akteuren aus dem Feld der Real-World-Data entstanden ist. So können qualitätsgesicherte Daten für Forschungsprojekte genutzt werden, um neue Erkenntnisse für Diagnostik, Therapie und Versorgung zu ermöglichen.
MS Register der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft
Das MS Register der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft sammelt und analysiert Versorgungsdaten von Menschen mit Multipler Sklerose in Deutschland. Die Daten unterstützen Forschung, Versorgungsanalysen und evidenzbasierte Entscheidungen im Gesundheitswesen. Auf der Datenbörse zeigt das Register, welche Daten verfügbar sind und wie Forschende Zugang zu diesen Daten für wissenschaftliche Fragestellungen erhalten können.
NAKO Gesundheitsstudie
Die NAKO Gesundheitsstudie ist die größte bevölkerungsbasierte Langzeitstudie in Deutschland. Mehr als 200.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden über viele Jahre hinweg medizinisch untersucht und zu ihrem Gesundheitszustand sowie zu Lebensstil- und Umweltfaktoren befragt. Die dabei entstehenden umfangreichen Gesundheits- und Forschungsdaten ermöglichen neue Erkenntnisse zu Ursachen, Prävention und Verlauf häufiger Krankheiten.

Deutsche Krebsregister e.V. (DKR)
Der Deutsche Krebsregister e.V. (DKR) setzt sich für eine bundesweit einheitliche Weiterentwicklung der Krebsregistrierung in Deutschland ein. Ziel ist es, durch gemeinsame inhaltliche Standards und enge Zusammenarbeit die Vergleichbarkeit der Daten zwischen den Krebsregistern zu gewährleisten und so einen Beitrag zur Verbesserung der onkologischen Versorgung und Forschung zu leisten.
Der DKR fungiert als zentrale Ansprechstelle für länderübergreifende Fragestellungen, koordiniert registerübergreifende Aktivitäten und fördert die wissenschaftliche Nutzung von Krebsregisterdaten. Durch die Initiierung gemeinsamer Projekte, die Aufbereitung und Veröffentlichung von Ergebnissen sowie die Vernetzung nationaler und internationaler Partner stärkt der DKR die Rolle der Krebsregistrierung im Gesundheitswesen.


Datenintegrationszentrum der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
MIRACUM ist ein Konsortium der Medizininformatik-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und vernetzt mehrere Universitätsklinika, Hochschulen und Partner aus der Forschung. Ziel ist es, klinische und genetische Daten in Datenintegrationszentren zusammenzuführen und für Forschung sowie Versorgung nutzbar zu machen. Dadurch werden unter anderem klinische Studien, datenbasierte Entscheidungsmodelle und molekulare Tumorboards unterstützt. Das Datenintegrationszentrum der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist an der Datenbörse für eure Fragen da.
Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz
Die KV RLP ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Rund 8.000 rheinland-pfälzische Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die gesetzlich Krankenversicherte behandeln, sind in der KV RLP als ihre Mitglieder organisiert. Sie stellt umfassende Daten zur vertragsärztlichen Versorgung, Honorarstatistiken, Versorgungsforschung und Bedarfsplanung in Rheinland-Pfalz zur Verfügung.
FDZ Gesundheit
Das Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ Gesundheit) am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat das Ziel, die medizinische Forschung zu fördern, um die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Durch die Forschung werden neue Erkenntnisse gewonnen, die letztlich dazu beitragen, dass medizinische Behandlungen schneller und gezielter weiterentwickelt werden.

Interdisziplinäre Zentrum Klinische Studien (IZKS)
Das Interdisziplinäre Zentrum Klinische Studien (IZKS) der Universitätsmedizin Mainz unterstützt die Planung, Durchführung und Auswertung klinischer Studien von der ersten Idee bis zur Publikation. Als zentrale Einrichtung trägt das IZKS zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung klinischer Forschung bei und stärkt damit den Forschungsstandort Deutschland.
NFDI4Health
NFDI4Health – die Nationale Forschungsdateninfrastruktur für personenbezogene Gesundheitsdaten – hat das Ziel, Forschungsdaten aus der Gesundheitsforschung besser auffindbar, zugänglich und nachnutzbar zu machen.
Die Initiative vernetzt Forschende und Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen, um Daten unter Einhaltung von Datenschutz und ethischen Standards sicher zu teilen. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten für die Analyse von Gesundheitsdaten und die Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse.

open.rlp
open.rlp ist die zentrale Plattform des Landes Rheinland-Pfalz für Open Data und Transparenzinformationen. Sie bietet freien Zugang zu Verwaltungsdaten und ermöglicht deren Nutzung durch Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Öffentlichkeit.
Das Portal trägt dazu bei, staatliches Handeln nachvollziehbar zu machen und die Transparenz in der Verwaltung zu stärken. Durch die Bereitstellung offener Daten schafft open.rlp die Grundlage für neue Anwendungen, Analysen und innovative Lösungsansätze im digitalen Ökosystem.

TriNetX
TriNetX ist ein globales Netzwerk, das Gesundheitsorganisationen und Forschende miteinander verbindet, um klinische Fragestellungen auf Basis realer Versorgungsdaten zu beantworten. Statt auf Simulationen zu setzen, ermöglicht TriNetX Einblicke in reale Patientenkohorten und schafft damit eine fundierte Grundlage für Forschung, Therapieentwicklung und Versorgungsverbesserung.
Die Plattform stellt sicher, dass sensible Patientendaten dort verbleiben, wo sie entstehen, nämlich in den jeweiligen Gesundheitseinrichtungen. Gleichzeitig werden diese Daten standortübergreifend nutzbar gemacht, unter Einhaltung hoher Datenschutz- und Governance-Standards.
Praivacy UG
Die Praivacy UG stellt mit PHAIEOM eine hochsichere Cloud-Plattform für den datenschutzkonformen Umgang mit sensiblen Gesundheits- und Forschungsdaten bereit. In der Umgebung können datenhaltende Organisationen und Forschungspartner gemeinsam arbeiten, ohne die Kontrolle über ihre Daten zu verlieren. Nutzerinnen und Nutzer erhalten isolierte, vorkonfigurierte Arbeitsumgebungen mit vertrauten Analysewerkzeugen, in denen Daten sicher eingesehen, kombiniert und ausgewertet werden können. Damit unterstützt PHAIEOM die kollaborative Forschung mit sensiblen Gesundheitsdaten unter hohen Datenschutz- und Sicherheitsstandards.

Fragen?
Bei Rückfragen zur Veranstaltung oder zum Programm komme gerne auf uns zu!
Wir freuen uns auf den Austausch mit dir.
FAQ
Was ist das DataForum?
Das DataForum ist eine Fachveranstaltung von DataDoc(k) rund um die Frage, wie Gesundheitsdaten die Versorgung verändern können. Im Mittelpunkt stehen Orientierung, Austausch und praktische Einblicke über Fachvorträge und die Datenbörse als zentrales Kommunikations- und Austauschelement.
Was ist die Datenbörse?
Die Datenbörse ist ein zentraler Bestandteil des DataForums. Hier stellen Register, Forschungsdatenzentren und andere datenhaltende Akteure ihre Datenangebote vor; ergänzend präsentieren Expertinnen und Experten ihre Unterstützungsangebote. Ziel ist es, Daten verständlich zu machen, Zugangswege zu erläutern und den direkten Austausch zu ermöglichen.
Was kostet die Teilnahme?
Die Teilnahme am DataForum ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich: Anmeldung




